Engst du dich selbst ein? So sprengst du die Fesseln

Über limitierende Glaubenssätze und den richtigen Umgang damit

Mindset · 770 Worte

Kennst du das?

Du hast eine tolle Idee. Du träumst von etwas Großem. Du malst dir aus, wie fantastisch es sein wird, und du überlegst bereits, wie die Umsetzung aussehen könnte.

Und dann das:

Der innere Kritiker tritt mal wieder auf den Plan.

Wie eine Dauersendung in deinem Kopf betet er dir ungefragt seine Weisheiten herunter:

Es könnte schiefgehen.
Du könntest dich blamieren.
Du könntest abgelehnt werden.
Du könntest als Blender auffliegen.

Du bist nicht talentiert genug.
Du bist nicht schlau genug.
Du bist nicht schön genug.
Du bist nicht gut genug.
Du bist zu beschäftigt.
Du bist nicht bereit.
Du bist zu jung.
Du bist zu alt.
Du bist es nicht wert.

Und überhaupt: Wer glaubst du eigentlich, wer du bist?

Diese fiese innere Stimme spricht manchmal leiser und manchmal lauter zu uns, nur abstellen können wir sie nie. Aber wir können uns weigern, sie so ernst zu nehmen, daß sie uns einschränkt. Dazu müssen wir uns zunächst einmal klar machen, daß diese Gedanken nicht auf der Wahrheit basieren, sondern auf Ängsten und den dazugehörigen Schutzmechanismen.

Es gibt da ein ganz bestimmtes Neuronennetzwerk im Hirn, das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS). Es ist dafür verantwortlich, unnötige Informationen auszufiltern. Es sorgt aber auch dafür, daß du immer wieder Futter für deine vorherrschenden Glaubenssätze geliefert bekommst. Egal ob sie sinnvoll sind oder nicht. Als Folge triffst du mitunter Entscheidungen, die dich vor Enttäuschungen schützen sollen, die aber in Wahrheit nur deine Angst zementieren. Wäre es nicht sinnvoller, diesen Mechanismus für dich arbeiten zu lassen statt gegen dich?

Um einengende Glaubenssätze aufzulösen, müssen wir also zunächst einmal der Angst auf den Grund gehen. Und dann lernen, sie zu bändigen. Hier ein 5-Schritte-Plan dafür:

1. Sieh ihr in die Augen.

Geh deiner Angst auf den Grund, gesteh dir ein, daß sie da ist, und gib ihr einen Namen. Wovor fürchtest du dich und warum? Hast du Angst…

…vor Ablehnung?
…vor Verantwortung?
…vor Verlust?
…vor Mißerfolg?
…vor Erfolg?
…vor …?

Indem du das Monster in die Ecke stellst, nimmst du ihm die Macht.

2. Analysiere sie.

Schau dir an, wo sie her kommt, und lerne sie verstehen: Wurdest du in der Vergangenheit von einer Bezugsperson enttäuscht, mußtest du einen Mißerfolg wegstecken oder bist du in ein Fettnäpfchen gestiegen?

Mach dir bewußt, was dich deine Angst in der Vergangenheit gekostet hat: Welche Chancen hast du nicht wahrgenommen, weil du dich von deinen negativen Gedanken hast kleinkriegen lassen? Wo stehst du dir selbst im Weg? Willst du, daß das so bleibt und was ist der Preis dafür?

3. Übernimm die Kontrolle.

Wechsel den Sender und ersetze diese limitierenden Denkmuster mit positiveren Aussagen.

Das heißt nicht, daß du dich ab sofort jeden Morgen vor den Spiegel stellen und dir einreden mußt, du seist der beste Netzwerker schlechthin, wenn bisher genau das Gegenteil der Fall war. Aber du könntest dir zum Beispiel sagen: “Wenn ich jede Woche über meinen Schatten springe und einen neuen, echten Kontakt mache, dann habe ich in einem Jahr ein beachtliches Netzwerk.” Für dich kann es etwas anderes sein – die Hauptsache ist, daß es dich bestärkt.

Mach dir klar: Nur, weil etwas in der Vergangenheit mies gelaufen ist, muß es nicht in der Zukunft wieder so sein.

4. Ergreife die Initiative.

Auch wenn es nicht das ist, was du hören willst: Es genügt nicht, nur den inneren Dialog umzustellen. Wir müssen auch wirklich danach handeln. Wenn es also etwas gibt, das du bisher aus Angst vermieden hast, dann ist das ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, daß du genau das tun mußt.

Zwinge dich dazu, deine Prokrastinierliste abzuarbeiten: Die Dinge, von denen du weißt, daß sie wichtig sind, die du aber bisher immer wieder aufgeschoben hast. Das kann ein wichtiges Telefonat sein, ein neuer Kontakt oder eine schwierige Aufgabe oder was auch immer – mach es. Eins nach dem anderen. Und am Ende stellst du fest, daß es gar nicht so schlimm war.

5. Bleib’ dran und übernimm Verantwortung.

Steh für dich und dein Handeln gerade. Sei offen für Input von außen. Komm raus aus der Opferrolle. Such dir Leute, die es gut mit dir meinen und die dir ehrliches, konstruktives Feedback geben – auch dann, wenn es mal unbequem wird. Das kann ein Familienmitglied sein, ein guter Freund oder ein Mentor.

Und denk dran: Gesunde Glaubenssätze zu pflegen, ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein immerwährender Prozeß.

Also los! :-)

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Über Birgit:

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