Hundefotografie / Tips&Tricks

Schwarze Hunde fotografieren – 10 Tips für bessere Fotos

Schwarze Hunde stellen ja bekanntlich beim Fotografieren eine besondere Herausforderung dar.

Als professionelle Hundefotografin bei München habe ich natürlich auch regelmäßig schwarze Hunde vor der Kamera und habe hier mal zusammengeschrieben, worauf ich achte.

Schwarzer Labrador auf schwarzem Sandstrand
Labrador-Hündin Möl an einem von Islands schwarzen Stränden

1. Fotografiere bei bewölktem Himmel oder im Schatten

Pralles Sonnenlicht erzeugt harte Kontraste und ist daher für schwarze Hunde nicht immer die beste Wahl. Erst im diffusen Licht bei bewölktem Himmel oder im Schatten kommen die feinen Fellstrukturen im schwarzen Fell so richtig zur Geltung.

Auf dem obigen Foto war ich mit Möl an einem leicht bewölkten Tag unterwegs. Das sehr gleichmäßige Licht läßt jedes Detail im Fell erkennen und keine harten Schatten entstehen.

Frenchie-Mädchen an der Isar in München

2. Wähle einen dunklen Hintergrund

Ein schwarzer Hund vor weißem oder sehr hellem Hintergrund bringt den Dynamikumfang deiner Kamera an seine Grenzen. Besser ist es, beim Hintergrund im mittleren bis dunklen Bereich zu bleiben. So verhinderst du, daß das schwarze Fell “absäuft”, was das bekannte schwarze Fellknäuel auf dem Foto zur Folge hätte.

Noch ein schwarzer Hund beim Fotoshooting an der Münchner Isar

3. Wähle einen sehr bunten Hintergrund

Pralles Sonnenlicht erzeugt harte Kontraste und ist daher für schwarze Hunde nicht die beste Wahl. Erst im diffusen Licht bei bewölktem Himmel oder im Schatten kommen die feinen Fellstrukturen im schwarzen Fell so richtig zur Geltung.

Hier war ich mit Möl an einem leicht bewölkten Tag unterwegs. Das sehr gleichmäßige Licht läßt jedes Detail im Fell erkennen und keine harten Schatten entstehen.

Bei einem so dunklen Motiv darf man die Belichtung ruhig etwas nach unten korrigieren

4. Fotografiere mit Unterbelichtung

Die Kamera belichtet immer auf einen Helligkeitswert von 18% Grau, egal, wie die tatsächliche Lichtsituation im Bild ist (“traditionell” kommt daher bei der Belichtungsmessung die Graukarte zum Einsatz). Bei einem vorwiegend dunklen Motiv solltest du daher ein paar Blendenstufen unterbelichten, um ein Bildergebnis zu bekommen, das der Realität entspricht.

Möl hat ihren liebsten Hundeblick aufgesetzt, dabei entstehen schöne Reflexe in den Augen

5. Betone die Augenreflexe

Gerade bei schwarzen und dunklen Hunden ist es wichtig, die Augen als Spiegel der Seele zu betonen. Achte daher auf schöne Reflexe in den Augen und darauf, daß der Fokus auf den Augen sitzt.

Diese Hundeseniorin hat sanftes Wolkenlicht von vorne abbekommen

6. Beachte die Lichtrichtung

Auch wenn Gegenlichtaufnahmen toll sind, wirken sie bei schwarzen Hunden nur bedingt. Ein wesentlicher Faktor im Gegenlicht sind ja die Lichtsäume, die sich bilden, wenn sich die Sonne im helleren Fell fängt.

Das funktioniert bei dunklen Hunden natürlich nicht. Schau also lieber, daß das Gesicht des Hundes genügend Licht abbekommt, was normalerweise bei Mitlicht der Fall ist.

Hundefoto Labrador in Blumenwiese - Tierfotograf München
Jimmy in einer Blumenwiese. Wenn man genau hinsieht, erkennt man den Reflektor in den Augen als Spiegelung

7. Arbeite mit Reflektor

Sollte für deine Bildkomposition nicht von Natur aus genügend Licht auf das Hundegesicht fallen, kannst du mit einem Reflektor nachhelfen. Im obigen Bild wollte ich eine Gegenlichtsituation bei niedrigstehender Sonne nutzen, um die Gräser und Blumen im Hintergrund hervorzuheben. Damit Jimmys Gesicht trotzdem richtig belichtet wird, habe ich ihn mit einem Reflektor von vorne aufgehellt. Ja, an dem Tag war es heiß! ;-)

Ich empfehle hier bewußt kein Blitzlicht, da es zum einen nicht meinem Bildstil entspricht und außerdem viele Hunde verständlicherweise auch nicht begeistert davon sind.

Will man so viel Hunde-Action im Bild einfrieren, braucht es eine kurze Belichtungszeit

8. Achte auf die Belichtungszeit

Eine Gefahr beim Fotografieren von dunklen Hunden ist ja, das Bild zu verwackeln, da die Kamera versucht, eine mittlere Helligkeit im Bild zu erreichen (s. Punkt 4). Ergänzend zum Unterbelichten solltest du daher insbesondere bei Action-Aufnahmen darauf achten, daß die Belichtungszeit kurz genug ist. Bei Hunden in Aktion empfiehlt sich eine Belichtungszeit von 1/1000sek oder kürzer.

9. Fotografiere im RAW-Format

Man kann es nicht oft genug sagen: Um hinterher in der Bildbearbeitung mehr Spielraum zu haben, solltest du immer im RAW-Format fotografieren. So kannst du auch nachträglich Strukturen im dunklen Fell sichtbar machen, die ansonsten vielleicht verborgen bleiben würden.

10. Mach eine Belichtungsreihe

Wenn du experimentierfreudig bist, kannst du bei unbewegten Motiven auch eine Belichtungsreihe anfertigen. Hier wird der Reihe nach ein korrekt belichtetes, ein unterbelichtetes und ein überbelichtetes Foto aufgenommen. Diese kannst du dann am Rechner entweder zu einem HDR (High Dynamic Range) verarbeiten oder mittels DRI (Digital Range Increase) das Bild so zusammensetzen, daß jeder Bildteil richtig belichtet ist.

Bonustip: Arbeite mit Masken in Photoshop

Hiermit wären wir auch schon beim letzten Tip: Du kannst in der Nachbearbeitung Einstellungen für verschiedene Bildteile vornehmen und diese dann mit Maskierungen miteinander verschmelzen. Wie das geht, kannst du zB in einem Bildbearbeitungs-Coaching lernen.

Hast du Lust bekommen, mehr über die Hundefotografie zu lernen? Dann schau doch mal bei meinen Workshop-Angeboten vorbei. Vielleicht sehen wir uns ja bald :-)

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Ich bin Birgit Zimmermann, hauptberufliche Tierfotografin und Künstlerin, spezialisiert auf Pferde- und Hundefotografie. Seßhaft bei Ebersberg, helfe ich Kunden aus dem Raum München, Rosenheim, Starnberg, ganz Bayern und darüber hinaus, ihre geliebten Tiere in berührenden Fotokunstwerken zu verewigen.

Wenn du eine eigene Portraitsession mit deinem Pferd oder Hund in Auftrag  geben möchtest, vereinbare ein unverbindliches Vorgespräch.

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© Grit Siwonia